Overload

Ist Euch eigentlich schon einmal aufgefallen, wie groß die Informationsflut ist, die auf uns täglich einstürzt? Subjektiv würde ich jetzt erst einmal behaupten, dass es ja gar nicht so super viel sein kann, was da so auf uns einprasselt. Ich würde mich jetzt nicht überfordert fühlen was die Menge an Informationen angeht. Aber schauen wir doch einmal ganz nüchtern und objektiv auf unseren Alltag: viele von  uns lesen regelmäßig RSS-Feeds für Nachrichten und Blogs, lesen in Socialmedia-Netzen, hören Radio und schauen Videos. Das alleine wäre schon eine ganze Menge an Information, die wir verarbeiten müssen und wollen. Hierbei sind nicht einmal eMails, Kommunikation via Handy und Printmedien vernachlässigt. Wow!

Machen wir einfach zusammen einmal ein kleines Experiment: schaltet alles um Euch herum aus und sorgt dafür, dass Ihr nicht gestört werden könnt für ein paar Minuten. Schließt jetzt die Augen und rekapituliert einfach mal was Ihr alles an Medien heute schon konsumiert habt. Keine Angst, es dreht sich hier nicht um Wertung eher um eine Selbstreflexion die Euch zeigen soll wie das bei Euch ausschaut. Verblüfft? Jedenfalls bei mir war das der Fall. Ich war ehrlich erstaunt was sich da so alles ansammelt. Auch jetzt während ich diese Zeilen für Euch schreibe erlebe ich immer wieder Distraktionen durch irgendwelche Nachrichten. Besonders wenn ich nicht in Berlin bin und es einfach mal schaffe ein wenig ab zu schalten und den Kopf frei zu bekommen sinkt die Flut der Informationen die ich verarbeiten möchte. Versteht mich bitte nicht falsch, eine Beschwerde ist dies sicherlich an dieser Stelle nicht – wenn ich keine Lust auf irgendetwas habe, kann ich den Ausschalter betätigen – mache ich öfters auch einmal und ich muss Euch sagen, es ist dann meistens auch ein Genuss. – Ich bin dann meist nur noch über mein privates Handy erreichbar, von dem die wenigsten Menschen die Nummer besitzen.

Wenn ich hier so sitze und weiter über die gesammte Situation nachdenke, frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, wenn wir unser Leben „entschleunigen“, weniger auf so viele Informationen setzen und uns überlegen, was uns in unseren Leben wirklich wichtig ist. Mit wem wir die Zeit verbringen möchten und was wir mit diesen Menschen unternehmen möchten. Denn seien wir einmal ehrlich, wenn man einen Zeitabschnitt reflektiert stellt man sich eher die Frage, was man an Informationen verarbeitet hat oder erreicht hat durch Arbeit. Ist es nicht eher so, dass wir uns daran Erinnern, was wir schönes oder nicht so schönes mit anderen Menschen erlebt haben? In diesem Sinne werde ich jetzt einfach mal meinen Earl Grey weiter trinken und den Rest des Abends genießen.

Advertisements
Tagged with:
Veröffentlicht in Gedanken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: