Kopierschutz der Nervtötigkeit

So oder so ähnlich geht es mir jedesmal, wenn ich eine neue DVD eingekauft habe, diese genüsslich in das DVD-Laufwerk meine Notebooks schiebe und dann feststellen darf, das die DVD nicht abspielbar ist. Heute hat mir dankenswerter weise Paramount dieses unglaubliche Vergnügen bereitet. Eigentlich wollte ich ja nur im Hintergrund die DVD laufen lasse, während ich einige Sachen vorbereite für morgen und die kommende Woche. Aber dies ging ja leider nicht ohne weiteres, denn die DVD war ja (mal wieder) nicht abspielbar. Einige werden jetzt sicherlich sagen das ich selber Schuld bin, wenn ich das ganze auch unter Linux machen möchte – unter Windows geht das ja alles. Mit Verlaub in dem Fall glaube ich es nicht so ohne weiteres, schlicht und ergreifend, da ich was Multimedia angeht in der Regel ziemlich hinterher bin und dann auch gerne mal ein paar Libs selber baue, nur damit etwas so geht, wie ich das möchte. Lange Rede, kurzer Sinn: jetzt liegt die DVD im Laufwerk und wird mit der Brechstange einfach geriped. Nur bedingt die Lösung, die ich mir gewünscht habe.

 

Was mich an der Sache aber wirklich ärgert ist der folgende Umstand: ich kaufe ein Produkt oder eine Dienstleistung, dabei ist der Preis ja letztendlich unereheblich und erwerbe in diesem Fall das Recht die enthaltenen Multimedia-Angebote zu konsumieren. Mache ich gerne, auch wenn ich mir sicherlich den Film ohne Probleme aus dem Internet runterladen kann Aber darum geht es ja nicht, ich bin hier ein wenig altmodisch und mag es einfach, wenn ich auch mal was in der Hand halten kann. Was mich hier stört ist die Unverschämtheit, mit der sich ein Firma erdreistet mir vorzuschreiben auf welche Art und Weise ich mir ein erworbenes Produkt ansehen darf. – Hier anscheinend nur in einem DVD oder Blueray Player an einem Fernseher oder Beamer. Firmen wie Paramount argumentieren, das sie ihr geistiges Eigentum schützen und vor unerlaubter Vervielfältigung schützen wollen – etwas das ich irgendwie verstehen kann, auch wenn mir das Prinzip des geistigen Eigentums ein wenig suspekt ist (warum meine Blogs nicht unter einer Lizenz stehen wie der Creative Commons hat andere Gründe), aber diese Unverfrohrenheit und Unverschämtheit fasziniert mich wirklich jedes mal. Wie kann man Nutzer, die das Medium legal erworben haben von der Konsumierung eben diesem  ausschließen nur weil einem das Ausgabe Medium Computer nicht gefällt? Bitte liebe Publisher denkt einmal mit und zwar nicht unbedingt von dem Standpunkt aus, wie schütze ich mein Eigentum, sondern vielleicht auch mal von dem Standpunkt, wie kann ich meinen Kunden, der bereit war Geld für mein Produkt auszugeben, zufriedenstellen?

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Veröffentlicht in Suppentopf

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