Wie arbeitest Du eigentlich?

Heute gibts mal ein Thema im Rahmen des Webmasterfridays, an dem ich in der Vergangenheit lose dann und wann teilgenommen habe. Diesmal gibts ein Thema, das wirklich interessant ist, de Frage war nämlich: „Wie lang ist dein Arbeitstag?“

Klar könnte ich jetzt einfach sagen mein Arbeitstag geht von X bis Y, aber das wäre a) eindeutig zu trivial in der Antwort und b) ist die Frage tatsächlich nicht so einfach zu beantworten. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erst einmal ein wenig abstecken wie lange überhaupt mein Tag ist. In der Regel klingelt so gegen 5:30 Uhr, 6:00 Uhr mein Wecker um den Tag einzuläuten – vergleichsweise früh. Jedenfalls unter der Woche und wenn ich in Berlin bin. Wenn ich es dann endlich mal geschafft habe, einigermaßen wach zu werden und einen klaren Kopf zu bekommen geht es auch gleich los mit dem ersten Kaffee am Morgen: Mein Notizbuch/Terminkalender möchte einer intensiven Prüfung für den anstehenden Tag unterzogen werden. Dabei wird auch gleich gecheckt was auf meiner ToDo Liste steht. Als nächstes stehen Prüfung der Mailbox, Twitter DMs, Ticketing aus dem Büro und dergleichen an, was schnell zu einer Aufstockung der ToDo Liste führt.

Nach diesen Basics für den Tag nehme ich mein Frühstück und eine Dusche um dann bis 8:30 Uhr, 9:00 Uhr den Feedreader (und Pinterest) ab zu grasen, neue Blogartikel vor zu bereiten und/oder zu schreiben und noch ein paar Dokumente für den Tag vor zu bereiten. Da ich derzeit noch studiere und nebenher an der Uni in einem Angestelltenverhältnis als Systemadministrator bin, wird der Zeitblock bis 16:00 oder 18:00 Uhr mit Arbeitszeiten und Univerpflichtungen vollgestopft, ab und an schiebe ich eine kleine Pause (30 bis 45 Minuten) ein, in denen ich etwas esse oder auch mal eine Runde döse. (Stichwort sei hier Powernapping) Der rest des Tages verbringe ich ins sehr lockeren und tagsabhängigen Arbeitsphasen bis so gegen 1:00 Uhr, 2:00 Uhr in der Nacht, wo dann auch der Tag endet.

Liest man diese Aneinanderreihung könnte man schnell zu der Meinung gerate, dass mein Leben nur aus Arbeit besteht, tut es natürlich nicht. Derzeit ist das Bloggen auch nicht mehr als ein reiner Zeitvertreib, so dass ich immer mal wieder einfach an einem Artikel arbeiten kann, wenn ich die Zeit und vor allem auch die Muße finde zum schreiben. Ich habe hier keine Verpflichtungen außer derjenigen mir gegenüber, das ich Bloggen möchte. Oft schreibe ich die meisten Artikel abends oder nachts. Freiberufliche Aufträge für Kunden meist am frühen Abend. An sich genieße ich diese vollgepackten Tage und ich würde es auch sehr missen, müsste ich meinen Arbeits- und Lebensrythmus derzeit ändern. (Ok, ein Abschluß an der Uni wäre sicherlich ganz angenehm, würde aber wahrscheinlich auch nicht wirklich etwas ändern, da ich dann einfach mehr arbeiten würde.)

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Veröffentlicht in Suppentopf
4 comments on “Wie arbeitest Du eigentlich?
  1. pygospa sagt:

    Sympathisch, dass es auch andere Menschen gibt, deren Tag so vollgestopft ist, dass sie bestimmt von aller Welt gefragt werden, ob sie denn keine Hobbies hätten 😀

    Allerdings, und da bin ich dann doch ein wenig stutzig geworden: Bei Deinen Zeitangaben kommen, wenn mich meine rechnerischen Fähigkeiten nicht vollends im Stich lassen, eine Schlafzeit zwischen 3,5 Std. und 5 Std. heraus. WIE. MACHST. DU. DAS?!

    Ich bin froh, wenn ich meine Schlafzeit auf 6 Stunden bekomme… zur Zeit versuche ich weider regelmäßig Sport zu treiben, weswegen die Schlafzeit eher in Richtung 8-10 klettert.

    Liegt das echt an Deinem Power-Napping? Wenn ja, wieviele Naps legst Du so pro Tag ein? Und wie schaffst Du es, in der Uni in Ruhe zu schlafen?

    Ich hab im Sommer letzten Jahres mal ein wenig mit Polyphasenschlaf experimentiert und mich gleich an der Königsdisziplin, dem Uberman-Sleep versucht. Gescheitert ist es neben einigen unglücklichen Umständen aber auch ein wenig daran, dass ich zum schlafen mein Bett, oder aber ein ungestörtes Zimmer brauche. In unserer Uni unmöglich…

    • g4s3 sagt:

      *gg* frag mich bitte nicht, wieso mein Tag so vollgestopft ist – das frage ich mich tatsächlich auch andauernd, vielleicht finde ich ja mal die Antwort. Hm, nein Du hast dich da nicht verrechnet mit den 3,5 – 5 Std. Im Schnitt sind es dann meist doch eher 3,5 bis 4 Stunden. Ich würde sagen, dass das hauptsächlich klappt, da ich immer eine extrem ruhige Kugel am Wochenende schiebe. Das mit dem Power Napping klappt bei mir eigentlich ganz gut, da ich potentiell überall und immer mal schlafen kann, wobei ich kein „richtiges“ Power Napping mache, sondern dabei eher so in Richtung Dämmerschlaf sinke – das sind dann so im schnitt vier- bis fünfmal bis 20:00 Uhr. Danach mach ich halt einfach alles langsamer und entspannter, wenn irgendetwas nicht mehr funktioniert, dann funktioniert es halt nicht mehr und muss auf den nächsten Tag verschoben werden.

      Das mit dem Polyphasischen Schlaf wollte ich auch schon ausprobieren, nur irgendwie ist das nicht so richtig Uni und Gesellschaftskompatibel. Persönlich denke ich, dass es mir sehr zusagen würde, aber was soll man da machen?

      • pygospa sagt:

        Was würdest Du denn schätzen, wie viel schläfst Du in Summe pro Woche? Rein interessehalber, damit ich mal einen Vergleich habe 😉

        Also den Polyphasen-Schlaf kriegt man, wenn man es schafft, an beliebigen Orten zu schlafen, schon relativ gut um den Uni-Alltag gebaut. Ich hab mir bspw. damals die Naps bewusst so gelegt, dass sie immer in den Bereich viertel-vor bis viertel-nach liegen, sodass ich zum Vorlesungswechsel 20 Minuten würde schlafen können (natürlich doof, wenn dann Professoren plötzlich ausnahmsweise doch s.t. beginnen, und das gerade auf die Nap-Zeit fällt – wäre mir allerdings nicht passiert).

        Viel schwieriger ist das Sozialleben. Beispielsweise gehe ich gerne in die Sneak, und da hab ich die Zeit nie einhalten können, weil mit wegen, anstehen, warten, Werbung, etc. das nie innerhalb von 4 Stunden abzufrühstücken war. Da hab ich dann bis zu 1 Std. Verzögerung in Kauf genommen, weiß nicht in wie weit das zur sehr langen Anpassungszeit bei mir beigetragen hat, aber ich kann es mir eigentlich nicht als so schlimm vorstellen. Und auch bei sowas wie nem DSA-Abend ist es doof, wenn man alle 4 Std. für 20 Minuten unterbrechen muss. Und wenn man bei Leuten zu Besuch ist, bei die man noch nicht so kennt, kommt es auch komisch, wenn man fragen muss „Dürfte ich mal euer Schlafzimmer für 20 Minuten benutzen?“. Da muss man dann tatsächlich kürzer treten, was das Sozialleben angeht und auf Verständnis des Freundeskreis hoffen… Aber der ist in der Regel da, man wird rasend schnell zum Gesprächsthema, wenn man den Leuten erzählt, dass man jeden Tag nur 2 Stunden schläft, und das in 6 mal 20 Minuten-Einheiten 😀

      • g4s3 sagt:

        Lass mich mal nachrechnen, also unter der Woche müssten das so ungefähr 17,5 bis 20 Stunden sein. Am Wochenende ist das dann mehr, eher sechs Stunden pro Nacht. Also für das Wochenende noch mal ungefähr 12 Stunden dazu, so dass ich in der Woche auf 29,5 bis 32 Sunden komme. (Power Nappings nicht mit eingerechnet da ich immer nicht so genau weiss, wie viele ich mache – das variert immer relativ stark, je nach persönlicher Konstitution.

        Ja das Sozialleben wird sicherlich darunter leiden, wobei ich mir das in gewisser Weise sehr amüsant vorstelle bei Fremden zu sein und sie zu fragen, ob man mal für 20 Minuten das Schlafzimmer nutzen kann.

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