Earthships

Ein paar von Euch haben es vielleicht ja mal am Rande mitbekommen, dass mich die ein andere andere Idee  des „alternativen“ Lebens interessieren. „Alternativ“ nicht in dem Sinne wie „anders“ oder ungewöhnlich. Für mich ist in diesem Fall alternativ eher zu interpretieren in Richtung mit der Umwelt in der wir leben verbunden. Wenn ich das jetzt so lese, klingt es irgendwie sonderbar – zu mal wenn man bedenkt, das ich in der IT Welt arbeite und auf Technologie abfahre. „Mit der Umwelt verbunden“ hat irgendwie immer so einen Beigeschmack von „in selbstgestrickten Pullovern und der Gleichen da sitzen und Grünkernbratlinge in sich hineinschieben“ – halt so öko-mäßig. Nein, das passt nicht so recht zu mir dieses Bild, wenn man mich kennt. Ich will hier bestimmt auch keinen Artikel verfassen, der uns alle davon abhalten soll mit dem Auto zu fahren oder irgendwen einschränken soll. Liegt mir nämlich definitiv fern.

Nein, worum es eigentlich geht , geht eher in Richtung Permakultur, respektive Earthships – jenen Häsuern, die einen geschützten Lebensraum bieten und dabei unsere Umwelt so gut wie gar nicht, bzw. eben gar nicht belasten. Es ist doch letztendlich so, dass wir auf diesem Planeten sind, ob es uns nun schmeckt oder nicht. Dieser Planet hat nur begrenzte Ressourcen und in den Köpfen der meisten von uns ist es noch nicht angekommen, dass diese Ressourcen irgendwann verbraucht sein werden und / oder wir diesen Planeten töten. Klingt ganz schön pathetisch und dramatisch. Wir haben mittlerweile eine ganze Menge Rohstoffe in Form von Müll gebunden, den wir nicht mehr so ganz einfach auflösen können. Die organische Chemie hat hier auch ihren Beitrag geleistet, aber sei es drum, Schuldzuweisungen werden sicherlich nicht helfen. Earthships setzten das Prinzip der Permakultur eigentlich ganz gut um, schon alleine deshalb, da kaum bis keine Ressourcen während des „Betriebes“ eingebracht werden müssen um die Bewohnern mit den Ressourcen Wärme, Strom und Wasser zu versorgen. Wasser wird in diesen Häusern über Regenkollektoren aufgefangen und bis zu viermal verwendet, bis es den Kreislauf verlässt. Das Wasser wird hier mehrfach aufbereitet und genutzt um es nicht unnötig zu verschwenden. Strom wird mit Hilfe von Photovoltaik Zellen (und in Kombination mit kleinen Windkraftanlagen – vertikal Generation eigenen sich gut durch ihre Robustheit) erzeugt, Wärme wird architekturbedingt durch die Sonne erzeugt und in Form von Maße gespeichert. Man könnte also sagen, dass diese Häuser, denn das sind sie letztendlich, ihre Bewohner autark versorgen, wodurch sich die Frage stellt, warum vergleichsweise wenige Earthships bisher gebaut wurden. Vielleicht liegt es daran, dass es offiziell nur eine Firma gibt, die welche baut, vielleicht liegt es auch daran, dass die oft eingesetzten Baumaterialien mitunter aus Upcycling stammen und von Behörden nicht gerne gesehen werden. Ich weiss es nicht.

Derzeit würde es mich reizen so ein Earthship zusammen mit aquaponischen Anlagen und einem Serverraum zu sehen. Ich überlege wie man wohl die Abwärme eine Serverraumes produktiv einsetzten könnte.

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Veröffentlicht in Suppentopf

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