Die Flüsse von London (Peter Grant #1)

Ich hatte ja bereits vor einigen Tagen in meinem Blog eine kurze Vorstellung zu den Flüssen von London geschrieben, wirklich nur ganz kurz und (leider) bevor ich den Roman zu Ende gelesen hatte. Bereue ich es? Auf gar keinen Fall! In meinen Augen hat hier Ben Aaronovitch ein kleines Meisterwerk und einen wirklich mehr als gelungen Auftakt für einen Roman-Zyklus erschaffen.

Inhalt

Peter Grant ist ein frisch gebackener Police Constable der Londoner Met und darf seit knapp zwei Jahren die Uniform der Bobys tragen. Leider legte er während seiner Ausbildung nur mäßig großes Talent für den Beruf des Polizisten an den Tag, so dass ihm ein öder und tröger Job hinter dem Schreibtisch bevorsteht, welcher ihm den puren Angstschweiß auf Stirn und Rücken zaubert und nichts scheint vor diesem Schicksal bewahren zu können.

Kurz vor seiner Versetzung an seine neue Position wendet sich sein Schicksal nachhaltig, denn es geschieht ein grausamer Mord, bei dem ein Mann mitten in der Nacht enthauptet wird. Peter soll den Tatort überwachen und macht dort Bekanntschaft mit einem Geist, welcher sich als Zeuge anbietet. PC (Police Constable) Grant traut seinen Sinneseindrücken nicht und seiner Vorgesetzten natürlich auch nicht – alleinig Thomas Nightingale, Leiter der Abteilung „The Folly“ ist bereit ihm Glauben und Vertrauen zu schenken. Kurzerhand wird Grant von Nightingale rekrutiert und findet sich in einer bizarren Situation wieder: nicht nur das seine neue Abteilung mit ihm eingerechnet aus exakt zwei Personen besteht, nein sein Vorgesetzter offenbart ihm, dass er ein waschechter Magier ist. Nicht nur das Peter als rationaler Mensch all diese neuen Inforamtionen irgendwie verarbeiten und in sein Weltbild einfügen muss, nein da gibt es immer noch diese kleine „Nebensächlichkeit“ mit dem grausigen Mord. Wird der Fall gelöst werden können? Was steckt hinter allem?

Das Buch und das Autor
Ben Aaronovitch (Jahrgang ’64) hat mit „Die Flüsse von London“ eindrucksvoll bewiesen, das er in der Lage ist spannede. flotte Prosa aus seiner Feder fließen zu lassen. Der Roman weist einfach ausgedrückt keine langweilige Passagen auf, es bleibt immer spannend und mysteriös. Fragen die sich beim Leser bilden werden meist zufriedenstellend während des Plots in einer angenehmen Ausführlichkeit beantwortet, ohne die Geschichte zu Offensichtlichkeiten zu banalisieren. Der Leser, wird auf eine bezaubernde und wundervolle Reise der Protagonisten mitgenommen. Auch wenn in einigen Pressestimmen von einem „Harry Potter für Erwachsene“ gesprochen wird, so muss ich an dieser Stelle sehr wiedersprechen! Die Person des Peter Grant hat mit Harry Potter so viel gemein, wie eine Banane mit einem Apfel. Die Figur ist in keinster Weise so platt und ausglutscht, wie der Magierjunge mit der Narbe auf der Stirn. Aaronovitch hatt es geschafft eine illustre und komplexe Figur eines Police Constable’s zu erschaffen, die man gerne begleitet, auch wenn sie ab und an etwas tollpatschig ist.

Fazit
Vielleicht liegt es daran, dass Aaronovitch seine Brötchen mit Drehbüchern – unter anderem für Dr. Who – verdiente, bevor er einen Buchladen in London eröffnete und anfing Romane zu schreiben, vielleicht liegt es auch an einer guten Übersetzung durch Karlheinz Dürr, welcher für die deutsche Übersetzung zuständig war, aber dieser Roman ist gut, einfach sehr gut. Er bereitet Lesegenuss und Freude. Lange habe ich nicht mehr so mit einem Protagonisten mitgefiebert, wie mit Peter Grant. Für diesen Roman gebe ich wirklich gerne 4 von 5 Punkten und sehe ihn als wirkliche Bereicherung für meine Reading Challenge 2013 an.

 

ursprünglich veröffentlicht am 19.05.2013 auf goodreads

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Veröffentlicht in Buchrezension, Kunst und Kutltur, Literatur

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