Aus grauer Vorzeit – The Art of Tumbleblogging

So Ihr Lieben – nein ich werde jetzt an dieser Stelle nicht über die Aquivise von tumblr durch Yahoo schreiben – das habe ich nämlich gestern bereits in meinem Technikblog getan und ich denke nicht, das ich hier derzeitig viel mehr dazu sagen muss, außer vielleicht, das bereits rund zwei Stunden nach der Pressemeldung wordpress.com ungefähr 67.000 Migrationen beobachten konnte.

Diesmal geht es eher ein wenig um die Art des Bloggens, die auf tumblr gepflegt wurde und wird, nämlich das des Tumbleblogs. Das, was heutzutage gerne mal auf Facebook oder Google+ passiert, nämlich das Teilen von Inhalten: Fotos, Links oder andere Sachen lief vor gar nicht all zu langer Zeit über solche Tumbleblogs – irgendwie klinge ich gerade wie ein alter Mann mit dem typischen Satz „Früher mein Kind war alles besser“, aber das will ich eigentlich nicht mal sagen. Diese „Früher war alles besser“-Leier geht mir ziemlich auf die Nerven. Allerdings trauer ich diesen Tumbleblog-Zeiten ein wening nach, denn sie hatte gewisse Vorteile gegenüber dem dauernden geshare in Socialnetworks – man wurde nur bedingt zugemüllt: produzierte einer der Freunde einfach zu viele Beiträge, so folgte man seinem RSS-Feed einfach nicht mehr und das war für alle ok. Schaut man sich heute um, bleibt oft der Weg über das „entfolgen“ einer Person nicht, denn die entsprechend folgend Amositäten in der Form „Warum folgst Du mir nicht mehr?“ können ein großes Maß an Energien schlucken, die man oftmals sicherlich besser verwenden könnte. Oftmals sieht man heutzutage Tumbleblogs nur noch bei „einigen“ Privatpersonen, die nur sehr sporadisch Inhalte veröffentlichen und dann auch eher in einem geringen Umfang oder in Form von Socialmedia-Rooms in Unternehmen – so jedenfalls meine Impressionen. Vermisse ich die alte Tumbleblog-Zeit? Ja und nein – ich selbst habe lange Zeit einen Tumbleblog auf soup.io betrieben: es war meine täglich Prokastinationsfalle, ähnlich einer „Wikipedia-Schleife“ und ich hörte eigentlich erst auf, als die Infrastruktur dieses Dienstes immer weiter in die Brüche ging. Es waren einfach zu viele User. Derzeit evaluiere ich verschiedene Möglichkeiten WordPress als Tumbleblog einzusetzten in Verbindung mit Multisites, bin hier aber noch nicht einmal annähernd zufrieden. Einem Provider für Tumbleblogs würde ich „meine“ Inhalte so nicht mehr anvertrauen.

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Veröffentlicht in Blogging, Socialmedia, Suppentopf
2 comments on “Aus grauer Vorzeit – The Art of Tumbleblogging
  1. Sabienes sagt:

    Tumblr fand ich ganz gut, um Fotos auf einem Freeblog zu präsentieren. Eine Bekannte von mir arbeitet als Model und hat auf Tumblr ihre Setcards veröffentlicht und das sieht sehr schön aus.
    Ich persönlich wurde mit Tumblr nie so richtig warm. Dennoch finde ich es übel, dass dieser Anbieter jetzt von Yahoo aufgekauft wurde, aber das fand ich schon bei Flickr schade.
    Sabienes

    • g4s3 sagt:

      Naja, ob sich das als so übel herausstellen wird, werden wir erst noch sehen müssen – letztendlich ist ja noch nicht so viel neues Bekannt. Trauriger fand ich da eher, das posterous von twitter geschluckt und dicht gemacht wurde.

      Letztendlich bleibt aber wohl nicht viel anderes übrig als einen eigenen Thumble-Blog zu betreiben. Mit wordpress scheint das zum Beispiel wohl einigermaßen gut zu gehen.

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