Dein Nachbar, der (nicht) freiheitsliebende Franzose

Unglaublich polemischer und reißericher Titel, der eine gewisse Abneigung gegenüber Franzosen zeigen könnte – soll er aber nicht mal, wer mich kennt weis das ich nur Aversionen gegen einen Franzosen habe und das aus gutem Recht, aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht mal erzähle, wenn ich Lust habe und mir nix anderes einfällt. (Ok, ich gebe zu, dass dies schwierig werden könnte, aber man soll ja nicht verzagen und hoffen.)

An sich ist ja der Franzose (man entschuldige mir bitte diese schrecklich sprachliche und inhaltliche Verallgemeinerung, die ich wählte aus Ermangelung einer besseren) ein freiheits liebender Mensch im politischen Gusto – nicht zu Letzt hat uns das franzöische Volk anno duzemal die Demokratie in einem gewaltsamen Akt zurückgegeben und damit wahrlich eine Entwicklung los getreten, welche kaum absehbar war.
Hällt man sich diesen historischen Umstand vor Augen, so muss man sich doch in den letzten Tagen mehr als nur deutlich Fragen wo dieser Gedanke von Libertas und Egalität geblieben ist. Die Rede ist natürlich von den Anti-Homoehe-Demos. (Wer hat eigentlich dieses unmögliche Wort „Homoehe“ geschaffen und geprägt? Dieser Mensch gehört übrigens auch hinter Gittern, alleine durch den sonderbaren Beigeschmack im Wort.) Wo bleibt die Egalität für homosexuelle Menschen? Warum sollten nicht auch Menschen abseits der allgegenwärtigen (ist sie das wirklich?) Heternormalität vor dem Gesetz die Möglichkeit eine Partnerschaft zu schließen, gleichberechtigt zu der tradierten Form der Ehe. Warum sollten Menschen abseits der tradierten Heteronormalität keine Kinder adoptieren dürfen? Ist es denn die Sexualität zwischen den Eltern, die ein Kind das schenkt, was es braucht: Liebe, Geborgenheit, Schutz und Umsorgung, Platz zur freien Entfaltung des eigenen Geistes? Ich denke nicht! Ich verstehe hier das Problem einfach nicht. Natürlich darf jeder Mensch sein Vorurteile im Sinne der Freiheit besitzen und keiner von uns ist wirklich und grundsätzlich immer allen gegenüber aufgeschlossen – dies können wir wahrscheinlich nicht einmal.

Der französiche Gesetzgeber hat die Möglichkeit einer Partnerschaft äquivalent zu der tradierten Form der Ehe gegeben und einige wenige konservativ (teils rechts) gerichtete Menschen können Sich damit nicht abfinden, wollen sich damit gar nicht erst abfinden. Traurigkeit überkommt mich, wenn ich über den Sinn der so eben nieder geschrieben Worte resümiere. Es bestürzt mich und ich kann es nicht verstehen.

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Veröffentlicht in Politik, Suppentopf

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