Das liebe Bloggen und die Monetarisierung

Neue Woche, neues Glück? Naja, das ist wohl eher ein etwas weniger treffender Anfang für meinen Beitrag zum dieswöchigen Webmaster Friday und dessen Thema „Ethik und Moral – Was sollte ein Blogger -Nicht!?“. Ich persönlich hätte das Thema etwas anders interpretiert, als die korrespondierenden Fragen in dem zugehörigen Artikel – vielleicht liegt es daran, dass ich „zu lange“ im Dunstkreis von Netzaktivisten – allen voran dem Telecomix Cluster – verbrachte. In dieser Zeit lerne ich viel über mich und die Welt und auch meine Sicht auf das, was Ethik und Moral ist wurde nachhaltig verändert – in meinen Augen zum Besseren, was sicherlich nicht jeder so unterschreiben wird. Meine Erinnerungen an diese Zeit sind gute, auch wenn viele der Erfahrungen, die ich gemacht habe bestimmt nicht dies besten sind, die ein Mensch machen kann und einige der Sachen die ich gesehen habe verfolgen mich immer noch in meine Träume – manchmal.

Aber zurück zum Thema des Webmaster Fridays, denn darum soll es gehen und interessanterweise rede ich auch nicht besonders gerne über meine Zeit bei telecomix. Fragen in Zusammenhang mit dem einleitenden Artikel des Webmaster Fridays sind zum Beispiel, ob man als Blogger soweit gehen sollte beispielsweise Links einzukaufen oder was moralisch vertretbar ist bei der Monetarisierung des eigenen Blogs. Hierbei  stellt sich mir zu aller erst die Frage, ob man denn Blogs monetarisieren muss oder sollte: ich denke ja und nein. Es kommt immer auf die Grundintension für den Betrieb eines Blogs an. Derzeitig würde ich in Bezug auf meine Blogs nicht einmal ansatzweise an eine Monetarisierung denken – nicht weil ich es nicht könnte, nein, einfach weil ich es nicht möchte.
Was gekaufte Links angeht, so kann ich dies nur bedingt nachvollziehen. Für mich als Mensch und auch als Blogger ist natürlich Reputation wichtig, aber um welchen Preis möchte man seinen Reputation erhalten? Möchte ich eine „natürliche“ Reputation? Eine Reputation, die zum Beispiel auch auf meinen Empfehlungen in Form von Links innerhalb eines Artikels aufbaut? In meinen Augen, ist hier sicherlich zweiteres zu bevorzugen. Wirkliche Reputation, ist nichts was mit Monetarisierung zu tun hat. Es gibt genügend Beispiele innerhalb der Blogosphere, bei dem solche Arten der Monetarisierung nach hinten losgegangen sind und eine verärgerte Leserschaft produzierte.

Monetarisierung in Blogs kann funktionieren, ohne Leser zu verärgern: Man sollte sich allerdings stets mehr als deutlich bewusst sein, wie man versucht seine Blogs zu monetarisieren, auch eine vorhere Evalutation, ob denn eine Vermarktung überhaupt in das Konzept eine Blogs passt ist sicherlich notwendig. – Bei manch einem Blog mag es sicherlich auch einfach reichen einen Micropayment-Dienst wie flattr mit ein zu binden, welcher es Lesern  ermöglicht für Content zu zahlen, wenn er oder sie dies möchte, Eine andere Möglichkeit besteht zum Beispiel in Affliate Links, welche in Blogtexten eingefügt werden – am Besten auch als Affiliate Links ausgewiesen,  dann kann auch kein Mensch sich verprellt fühlen.

Eine allseits beliebte Art der Vermarktung auf Blogs und Webseiten besteht (immer noch) aus den allseits beliebten und von vielen gehassten Werbebannern – hier ist sicherlich eine Selektion des Blogbetreibers gegenüber einem Werbenetzwerk zu bevorzugen, was allerdings einen Mehraufwand für denn Betreiber bedeutet: Werbepartner müssen gefunden werden und die Geschäftskontakte gepflegt werden. Neben de erwähnten Möglichkeiten gibt es auch die Möglichkeit von Sponsored Posts – sofern man denn genügend Traffic mit seinem Blog erzeugen kann.

Egal was man nun macht, ob man eine Umsatzgenerierung anstrebt oder nicht. Der Leser und der eigentliche Inhalt eines Blogs sollten im Zentrum stehen und Werbung (in welcher Art auch immer) sollte nicht zu viel ausmachen. Man sollte seinen Lesern gegenüber fair sein, denn seien wir einmal ehrlich keiner von uns würde auf die Idee kommen das Bedürfnis zu entwicken übermäßig viel Werbung zu konsumieren und keiner mag es besonders, wenn er oder sie verschaukelt wird. Wenn man auf einen inline Link klickt möchte man auch gerne wissen ob es „nur“ eine Werbeanzeige ist oder nicht.

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Veröffentlicht in Blogging, Suppentopf
8 comments on “Das liebe Bloggen und die Monetarisierung
  1. FH sagt:

    Hat dies auf besserwerber rebloggt.

  2. […] g4s3 über das liebe Bloggen und die Monetarisierung […]

  3. K4RL sagt:

    Dein letzter Absatz gefällt mir am besten: Der Leser und der Inhalt des Artikel sind das Wichtigste. Man schreibt schließlich nicht für sich selbst – außer man steht am Anfang und hat kaum noch Leser, so wie ich 😉 – oder für andere Blogger.

    • g4s3 sagt:

      Selbst wenn man nur für sich selbst schreiben sollte – was so gut wie gar nicht vorkommen dürfte – sollte mantedm Leser in meinem Augen in den Fokus rücken. In meinen Augen gibt es nicht viel war wichtiger ist beim bloggen. Ausgenommen hier ist natürlich der Inhalt der Artikels.

  4. […] Philipp Greifenstein AV100 Pincus Sport Blog Hubert Mayer Henry Schmid MyWorld g4s3 Trommelschlumpf Dirty Writing wp-zone Feel Better-Blog Media affin Blog Tips Strahlski-Blog Geld […]

  5. Schöner Artikel. Die meisten der Blogs, die ich besuche, sind entweder gar nicht mit Werbung versehen, oder ich nehme es gar nicht wahr. Vielleicht liegt das z.T. am Adblocker 🙂 Ich habe das Thema auch behandelt, allerdings habe ich das Thema etwas (zu) weit gefasst. Moral und Ethik hat ja auch etwas damit zu tun, wie ich als bestimmte Themen behandle.

    • g4s3 sagt:

      Danke für deinen netten Kommentar. Ja, mit Adblock merkt man das oftmals nicht mehr wieviel Werbung in Netz kursiert ich tue mir zu meist schwer Ads auf bestimmten Blogs zu unterdrücken, da die jeweiligen Blogger mit ihren Inhalten gggdm Lebensunterhalt verdienen und ich prinzipiell mit der mitlerweile etablierten Gratismentalität nicht zurecht könne. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen deinen Beitrag zu lesen, werde ich allerdings morgen machen.

  6. […] Netzexil: Korrekt gebloggt, ey WP-Zone: Ethik und Moral – Stolperfalle soziale Netzwerke g4s3: Das liebe Bloggen und die Monetarisierung […]

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