Eine Vampirin auf Abwegen (Argeneau Vampires, #1)

Nachdem ich bereits den vierten Band („Immer Ärger mit Vampiren“) des Argeneau-Zyklus aus der Feder von Lynsay Sands verspeist hatte, wollte ich mir doch einmal auch den ersten aus der Reihe ansehen. Würde er Lust auf mehr machen? War „Immer Ärger mit Vampiren“ nur ein zufälliger Glücksgriff der Autorin gewesen? Solche und ähnlich Fragen geisterten durch die Furchen meiner Hirnwindungen, bevor ich diesen Roman in die Hand nahm und einfach nachlas – um es vorweg zu nehmen, nein ich habe es sicherlich nicht bereut.

Natürlich kann es sich in diesem Roman nicht um das selbe Pärchen handeln wie in „Immer Ärger mit Vampiren“, denn dies wäre sicherlich sonderbar. Mal ganz davon abgesehen, dass es ein wenig erklärungsbedürftig wäre, wie denn dieser Band von Terri und Bastien handeln soll, wenn sich diese beiden erst drei Bücher später kennen lernen – es ist der Fluch eine Serie mitten drin an zu fangen. Gern hätte hier die Geschichte dieses Paares weitererzählt werden dürfen, aber ist ja leider nicht. In diesem ersten Band eines guten Vampir-Liebeszyklus steht die junge (kann man eigentlich von jung sprechen, wenn man über Vampire spricht?) Tochter des Argeneau-Clans Lissianna Argeneau, welche Geburtstag hat und von einem recht seltsame Leiden betroffen ist – sie ist Hämophob! Wie kann das bitte angehen? Ein Vampir, der eine Phobie gegen Blut besitzt. – Eine tragische Situation, da Lissianna jedesmal in Ohnmacht fällt, sobald sie Blut, die einzig wirklich wichtige Nahrung eines ausgewachsenen Vampirs, sieht. Für einen Menschen wäre dies sicherlich keine größere Problematik, man könnte vielleicht nicht als Arzt arbeiten, aber ansonsten müsste man keine Einschränkungen in seinem Leben machen. Ganz anders sieht dies natürlich bei einem Unsterblichen aus – so jedenfalls sieht Lissiannas Mutter die Problematik aus: das Problem muss aus der Welt so schnell und effektiv wie es nur geht! Glücklicherweise hat Lissianna Geburtstag und so kann ihr ihre Mutter „das beste Geburtstagsgeschenk“ machen, welches sie jemals verschenkt hat – den erfolgreichen und attraktiven Psychologen Greg. Leider ist Lissianna nur bedingt mit der Entscheidung ihrer Mutter einverstanden, nachdem sie merkt, dass Greg nicht so begeistert von der Situation ist – wer könnte es ihm auch wirklich verdenken, ist er doch eingesperrt und gefangen in einem Haus voll Vampire.
Der erste Band des Argeneau Zyklus aus der Hand von Lynsay Sands und damit ein Auftakt. Leider muss ich sagen, dass ich persönlich diesen Band etwas flach fand im Vergleich zu „Immer Ärger mit Vampiren“. Im Laufe des Romanes hatte ich das Gefühl, dass hier Frau Sands die Entwicklung ihrer Protagonisten noch nicht so geschickt beherrscht wie in einem ihrer späteren Werke. Trotzdem lässt sich dieser Roman gut lesen – gut gewürzt mit ein wenig Erotik hier und ein wenig Erotik dort ohne gleich einen Softporno zu produzieren. Von mir gibt es deshalb vier von fünf Punkten, auch wenn ich eher zu 3,5 Punkten tendieren würde.

ursprünglich veröffentlicht am 29.07.2013 auf goodreads.com

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Veröffentlicht in Buchrezension, Literatur

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